Geschrieben von Lauren Charlton 7 MinTeilen Sie Erholung nach dem Lauf: Was dein Körper in den ersten 48 Stunden braucht Du hast die Ziellinie überquert. Der Trainingsblock ist abgeschlossen, das Rennen liegt hinter dir, und für viele Läufer stellt sich plötzlich die Frage : „Und was jetzt?“ Was in den ersten 48 Stunden nach einem Marathon oder Halbmarathon passiert, spielt eine entscheidende Rolle dabei, wie schnell du dich erholst, wie du dich in den folgenden Tagen fühlst und wie gut sich dein Körper an das gerade absolvierte Training anpasst. Aus physiologischer Sicht bedeutet Ausdauerlaufeine erhebliche Belastungfür den Körper. Die Glykogenspeicher in den Muskeln werden stark aufgebraucht, die Muskelfasern erleiden Mikroschäden, und es kommt zu einem Anstieg der Entzündungsmarker sowie zu einem vorübergehenden Anstieg des Muskelproteinaufbruchs. Gleichzeitig sind die Stresshormone erhöht, und oft ist der Appetit direkt nach dem Rennen gedämpft, was es erschweren kann, den Erholungsbedarf allein durch die Ernährung auf natürliche Weise zu decken. Deshalb geht es beim Erholungsfenster nicht nur darum, was du isst, sondern auch darum,wannundwie regelmäßigdu Energie tankst, Flüssigkeit zu dir nimmst und wieder Bewegung in deinen Alltag integrierst. Ernährung zur sofortigen Regeneration (0–60 Minuten nach dem Rennen) Die erste Stunde nach dem Training ist eine der wichtigsten Gelegenheiten, die Regeneration zu unterstützen. In dieser Zeit reagieren deine Muskeln empfindlicher auf Insulin, was bedeutet, dass Kohlenhydrate und Proteine leichter ins Muskelgewebe aufgenommen werden. Das hilft dabei, die Glykogenneubildung anzukurbeln und die Muskelregeneration in Gang zu setzen. In der Praxis kann hier ein Regenerationsprodukt nützlich sein.REGO Rapid RecoveryoderBETA Recoverybieten eine Kombination aus schnell verdaulichen Kohlenhydraten und Proteinen in einer praktischen, leicht einzunehmenden Form. Wenn der Appetit nachlässt, vertragen Sportler flüssige Nahrung oft besser als feste Kost, und wenn du direkt nach dem Rennen etwas zur Hand hast, stellst du sicher, dass du die Regeneration nicht verzögerst, während du darauf wartest, dass der Hunger zurückkehrt. Diese frühe Nahrungsaufnahme ersetzt zwar keine späteren Mahlzeiten, legt aber den Grundstein für eine effektivere Regeneration in den folgenden Stunden. Der Übergang zur ersten Mahlzeit Sobald dein Appetit zurückkehrt, solltest du versuchen, innerhalb von 2–3 Stunden nach dem Training eine reichhaltigere Mahlzeit zu dir zu nehmen. Diese Mahlzeit sollte auf dem ersten Regenerationsshake aufbauen und weiterhin die Glykogenauffüllung sowie die Muskelregeneration unterstützen. Hier ist ein ausgewogener Ansatz am besten: Kohlenhydrate zum Auffüllen der Energiespeicher (Reis, Nudeln, Kartoffeln, Brot) Eiweiß zur Unterstützung der Muskelregeneration (Huhn, Eier, Milchprodukte, Tofu, Hülsenfrüchte) Obst und Gemüse liefern Mikronährstoffe, die das Immunsystem stärken und die Genesung unterstützen In dieser Phase sind Einfachheit und Vertrautheit entscheidend. DerMagen-Darm-Traktkann nach längerem Ausdauertraining empfindlich bleiben, daher sind Lebensmittel, von denen du weißt, dass sie dir während des Trainings gut bekommen, in der Regel die sicherste Wahl. Allerdings kann hier auch eine flexiblere Denkweise hilfreich sein. Wenn du zu einem Wettkampf reist oder an einem neuen Ort übernachtest, unterschätze nicht, wie wertvoll es ist, einfach das zu essen, was vor Ort angeboten wird. Das Ziel ist es, Energie und Nährstoffe in den Vordergrund zu stellen, nicht Perfektion. Fütterung in den ersten 24 bis 48 Stunden Die Erholung geht noch lange nach dem Zieleinlauf weiter. In den 24 bis 48 Stunden nach einem Marathon oder Halbmarathon befindet sich dein Körper noch immer im Regenerationsprozess, und die Glykogenauffüllung ist noch im Gange. Einer der häufigsten Fehler, den Läufer machen, ist, dass sie nach dem Rennen ungewollt zu wenig essen. Auch wenn das Training vorbei ist, muss der Körper seine Energiereserven wieder auffüllen. Die Glykogenauffüllung kann mehr als einen Tag dauern, je nachdem, wie stark die Speicher erschöpft sind und wie viel Kohlenhydrate du zu dir nimmst. Ein praktischer Ansatz ist: Iss alle 3–4 Stunden regelmäßig Nimm zu jeder Mahlzeit und zu jedem Snack Kohlenhydrate zu dir Verteile deine Proteinaufnahme gleichmäßig über den Tag (anstatt sie auf eine Mahlzeit zu konzentrieren) Vermeide lange Essenspausen, auch wenn du nicht immer Hunger hast Protein spielt eine entscheidende Rolle bei der Muskelregeneration und -anpassung. Eine einmalige Einnahme nach dem Wettkampf ist zwar hilfreich, doch eine kontinuierliche Zufuhr über den Tag hinweg sorgt für eine länger anhaltende Muskelproteinsynthese. Die Flüssigkeitszufuhr ist nach dem Rennen besonders wichtig Der Flüssigkeitsverlust während eines Rennens wird an der Ziellinie nicht immer vollständig ausgeglichen, und Dehydrierung kann zu Müdigkeit, Kopfschmerzen und einer verzögerten Erholung führen. Wenn du in den folgenden 24 bis 48 Stunden regelmäßig weiter Flüssigkeit zu dir nimmst, hilft das dabei, den normalen Flüssigkeitshaushalt wiederherzustellen. Die Zufuhr von Elektrolyten kann besonders sinnvoll sein, wenn das Rennen bei Hitze stattfand, sehr lang war oder du stark geschwitzt hast. Die Hydro-Tabletten lassen sichganz einfach in deine Tasche stecken und in eine Flasche Wasser geben – fertig ist ein erfrischendes und leckeres Getränk, das dich mit Flüssigkeit versorgt! Sanfte Bewegung und Mobilität Auch wenn Erholung wichtig ist, kann völlige Inaktivität in den Tagen nach einem Wettkampf manchmal zu Steifheit und einem Gefühl von Schwere führen. Leichte Bewegung kann die Durchblutung fördern und dabei helfen, Muskelkater zu lindern. In den ersten Tagen nach dem Rennen solltest du dich auf Aktivitäten mit geringer Intensität konzentrieren, wie zum Beispiel: Leichtes Gehen Sanfte Bewegungsübungen Einfaches Dehnen, ohne sich dabei zu überanstrengen In dieser Phase solltest du auf hochintensives Training verzichten, da sich der Körper noch von der Belastung des Rennens erholt. Wie Genesung in der Praxis aussieht Aus meiner Erfahrung mit Läufern weiß ich, dass die größten Unterschiede darin, wie sich Sportler nach dem Rennen fühlen, oft eher auf die konsequente Beachtung der Grundlagen zurückzuführen sind als auf irgendetwas Extremes oder Kompliziertes. Wer darauf achtet, frühzeitig Energie zu tanken, regelmäßig etwas zu essen, auch wenn der Appetit mal schwankt, ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt und sich sanft bewegt, anstatt sofort wieder voll ins Training einzusteigen, hat in der Regel weniger lang anhaltende Symptome wie Müdigkeit und Muskelkater. Denk daran: Die Genesung verläuft bei jedem anders. Faktoren wie ethnische Zugehörigkeit, Trainingsintensität, Umgebungsbedingungen, vorherige Trainingsbelastung, Schlaf und der allgemeine Ernährungszustand beeinflussen alle, wie schnell sich jemand erholt. Die grundlegenden Prinzipien bleiben jedoch dieselben: Energie auffüllen, Muskelgewebe regenerieren, Flüssigkeit zu sich nehmen und zusätzliche Belastungen für den Körper vermeiden. Abschließende Überlegungen Das Rennen selbst ist nur ein Teil des Prozesses. In den ersten 48 Stunden danach beginnt dein Körper, sich zu regenerieren, anzupassen und wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Indem du dich auf die Ernährung in der frühen Phase konzentrierst (einschließlich praktischer Optionen wieREGO Rapid RecoveryoderBETA Recovery), für regelmäßige Mahlzeiten sorgst, die Flüssigkeitszufuhr sicherstellst und sanfte Bewegung einbaust, gibst du deinem Körper genau das, was er braucht, um sich effizient zu erholen. Halte es einfach, bleib konsequent und widerstehe dem Drang, dich zu schnell wieder ins Training zu stürzen. Die Qualität deiner Erholung entscheidet letztendlich darüber, wie schnell du für deinen nächsten Trainingsblock bereit bist und wie gut du von hier aus aufbauen kannst. Geschrieben von Lauren Charlton Lauren Charlton Lauren Charlton ist eine registrierte Sporternährungsberaterin und Sub-Elite-Langstreckenläuferin, die sich dafür einsetzt, Ausdauersportlern dabei zu helfen, sich besser zu ernähren und zu trainieren. Mehr Infos findest du in ihren detaillierten, praktischen Ernährungsratgebern auf www.payhip.com/laurencharlton. Weitere Artikel des Autors