Geschrieben von

Lauren Charlton

Gastautor
10 Min.
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Die Dunkelheit des Winters besiegen: Einfache Ernährungstipps und kleine Änderungen deiner Gewohnheiten, die das morgendliche Training einfacher machen

Für viele Ausdauersportler sind Trainingseinheiten am frühen Morgen ein wichtiger Teil ihrer Routine, egal ob es die einzige verfügbare Zeit ist oder einfach die beste Gelegenheit für ein langes Training vor einem stressigen Tag.
Aber wenn diese Morgen noch vor Sonnenaufgang starten, kann dieses Engagement weniger heldenhaft und eher unmöglich wirken. Kalte Luft. Stockdunkle Umgebung. Ein Körper, der sich anfühlt, als würde er noch schlafen. Nicht gerade die besten Voraussetzungen für ein selbstbewusstes, energiegeladenes Training.

Die gute Nachricht? Es gibt Möglichkeiten, das Training am frühen Morgen nicht nur machbar, sondern auch echt angenehm zu gestalten, und deine Ernährungsstrategie ist eines der besten Mittel, die du dafür hast.

Unser Leitfaden hilft dir dabei, deinen Körper und Geist auf die Trainingseinheiten vor Sonnenaufgang vorzubereiten. Mit praktischen Tipps, einem tieferen Einblick in die circadiane Physiologie und cleveren Möglichkeiten, wie du Science in Sport nutzen kannst, um dein morgendliches Training zu unterstützen.

Warum das Training am frühen Morgen sich von Anfang an anstrengender anfühlt

Bevor wir das Problem lösen, müssen wir verstehen, warum Trainingseinheiten am frühen Morgen so anstrengend sind. Ein großer Teil der Herausforderung hängt mit der circadianen Biologie zusammen: der inneren Uhr, die alles von der Hormonausschüttung bis zur Körpertemperatur, Wachsamkeit, Verdauung und neuromuskulären Bereitschaft steuert.

1. Deine Körpertemperatur ist am frühen Morgen am niedrigsten.

Die Körpertemperatur geht nachts von selbst runter und steigt erst wieder, wenn es fast hell wird. Eine niedrigere Temperatur kann zu folgenden Sachen führen:

– Langsamere Reaktionszeiten
– Weniger Muskelkraft
– Das Gefühl, sich mehr anstrengen zu müssen
– Ein höheres Risiko, sich steif oder träge zu fühlen

Deshalb fühlt es sich in den ersten Minuten beim Training im Morgengrauen so an, als würdest du durch Zement laufen.

2. Cortisol und Melatonin kreuzen immer noch die Wege

Deine Cortisol-Wachreaktion (CAR) steigt etwa 30 bis 45 Minuten nach dem Aufwachen stark an. Vorher zirkuliert noch Melatonin in deinem Körper.
Diese hormonelle Überschneidung kann dazu führen, dass du dich benommen und geistig unvorbereitet fühlst.

3. Die Glykogenverfügbarkeit ist ein bisschen geringer.

Je nachdem, was du gestern Abend gegessen hast und ob du über Nacht gefastet hast, könnten deine Glykogenspeicher in der Leber etwas leer sein. Während sich das Muskelglykogen nicht groß verändert hat, ist das Leberglykogen super wichtig für einen stabilen Blutzuckerspiegel, vor allem in den ersten Minuten beim Laufen.

4. Der psychologische Widerstand ist vor Sonnenaufgang größer.

Dunkelheit sagt dem Gehirn eher „Ruhe“ als „Action“ zu. Studien in der Chronobiologie zeigen, dass Licht einer der wichtigsten externen Auslöser für Wachheit ist. Ohne Sonnenlicht fällt es schwerer, motiviert zu sein.

Wenn du diese Faktoren verstehst, kannst du dein morgendliches Training strategisch angehen, anstatt das Gefühl zu haben, dass mit dir etwas „nicht stimmt”. Es ist alles in Ordnung. Dein Körper braucht einfach die richtigen Impulse.

Mach deinen Körper fit für das frühe Training

Der Erfolg am Morgen hängt davon ab, was du am Abend davor machst.

1. Mach dir feste Schlafgewohnheiten

Ein Training um 6 Uhr morgens fühlt sich ganz anders an, wenn du 7,5 Stunden geschlafen hast im Vergleich zu 5 Stunden. Sportler, die früh trainieren wollen, profitieren von einer festen Schlafenszeit, einer Routine, bei der sie eine Stunde vor dem Schlafengehen keine Bildschirme mehr anschauen, und von Lichteinwirkung früher am Tag.

Weil sich der Tagesrhythmus nur langsam anpasst, wird es nicht gleich viel einfacher, wenn du einmal früh ins Bett gehst. Versuch, konsequent zu sein.

2. Iss ein kohlenhydratreiches Abendessen.

Das hilft dabei, die Glykogenspeicher in der Leber wieder aufzufüllen, was echt wichtig ist, um den Blutzuckerspiegel am Morgen vor dem Training stabil zu halten.

Tolle Optionen für den Abend:

  • Reis- oder Nudelschüsseln
  • Kartoffeln oder Süßkartoffeln
  • Vollkorn-Wraps
  • Kohlenhydratreiche Suppen (Linsen-, Nudel-, Bohnensuppen).

Kohlenhydrate beim Abendessen sind nicht nur okay, sondern auch gut für die Leistung.

3. Pack deine Sachen vor dem Schlafengehen

Los geht's:

  • Schuhe
  • Kleidungsschichten
  • Uhr und Stirnlampe
  • Eine Kohlenhydratquelle vor dem Lauf
  • Deine Produkte für die Energieversorgung während des Laufens

Wenn man den Morgen so stressfrei wie möglich gestaltet, vermeidet man Entscheidungsmüdigkeit, die eines der größten Hindernisse für frühes Training ist.

Die ersten 10 Minuten nach dem Aufwachen: Dein Zeitfenster zum Aufwärmen

Dieses kurze Zeitfenster kann die Wachsamkeit total verändern.

1. Mach sofort ein helles Licht an.

Künstliche helle Lichtkästen, Deckenbeleuchtung oder auch nur mehrere Lampen können Melatonin schnell unterdrücken und Wachheit auslösen. Außerdem wird dadurch die Cortisol-Wachreaktion ausgelöst.

2. Trink was, sobald du aufstehst.

Selbst eine leichte Dehydrierung über Nacht macht dich müder. Trink in den ersten 10 Minuten nach dem Aufwachen 300–500 ml Flüssigkeit.

Eine super Option sind hier die SiS HYDRO Tabletten; sie liefern Elektrolyte ohne Kohlenhydrate und bringen dein neuromuskuläres System in Schwung.

Elektrolyte am frühen Morgen können die Flüssigkeitsaufnahme verbessern und den Darm kurz vor dem Laufen auf die Verdauung von Kohlenhydraten vorbereiten.

3. Eine kleine Dosis Koffein, wenn du es verträgst

Koffein macht dich wacher und steigert die Dopaminproduktion. Eine Dosis am Morgen wirkt besser, wenn der Melatoninspiegel noch runtergeht.

SiS GO Energy + Caffeine Gels sind eine super Alternative zum morgendlichen Kaffee. Sie verhindern das Gefühl, dass Flüssigkeit im Magen herumschwappt, man muss nicht 45 Minuten auf die Aufnahme des Koffeins warten und sie sind ballaststoffarm.

Das Koffein-Gel zieht schnell ein und liefert sowohl Kohlenhydrate als auch Wachheit – perfekt für frühe Trainingseinheiten.

Eine einfache Strategie für die Energiezufuhr vor dem Laufen, die das morgendliche Training leichter macht

Viele Sportler nehmen vor dem morgendlichen Training zu wenig Energie zu sich, weil sie keinen großen Hunger haben oder wenig Zeit haben. Aber Studien zeigen immer wieder, dass Kohlenhydrate vor dem Training die gefühlte Anstrengung, die Leistungsabgabe und die Ausdauer verbessern, selbst bei Trainingseinheiten, die weniger als 60 Minuten dauern.

Du brauchst keine komplette Mahlzeit. Du brauchst nur ein bisschen Energie, um die Kilometer zu schaffen.

Die meisten Ausdauersportler wollen:

  • 0.5-1.0g/kg of carbs for sessions <60 minutes
  • 1,0–2,0 g/kg Kohlenhydrate für Trainingseinheiten von 60–90 Minuten
  • 1,0–2,0 g/kg Kohlenhydrate für mehr als 90 Minuten (plus Energie während des Laufs)

Schnelle, ballaststoffarme und leicht verdauliche Optionen für den Morgen:

Wenn du 5–10 Minuten vor dem Verlassen des Hauses ein Gel nimmst, kannst du das „träge und leere” Gefühl in den ersten 15 Minuten deiner Trainingseinheit deutlich reduzieren.

Wenn du direkt nach dem Aufwachen Probleme mit dem Appetit hast...

Versuch lieber in den ersten 5–10 Minuten zu tanken. Isotonische Gels machen das möglich, ohne dass dir schlecht wird.

Aufwärmstrategien, um von „kalt und steif“ zu „startklar“ zu kommen

Ein Körper am dunklen Morgen ist ein langsamer Körper, bis du ihn bewusst aufweckst.

1. Erhöhe deine Körpertemperatur schnell

Deine Muskeln funktionieren besser, wenn sie warm sind. Fang an mit:

  • 2 Minuten zügiges Gehen drinnen
  • 5–8 Minuten lockeres Laufen oder dynamische Übungen draußen
  • Leichte Aktivierung: Gesäßbrücken, Wadenheben, Beinschwünge

Schon 3–4 Minuten dynamische Bewegung machen die Muskeln schneller.

2. Strategisch schichten

Eine Basisschicht + eine atmungsaktive Mittelschicht + Handschuhe halten dich warm, ohne dass du schwitzt. Denk dran:

Wenn dir kalt ist, kommt dir die Anstrengung schwerer vor.

Handschuhe sind wichtiger, als du denkst: Warme Hände machen das „Schockgefühl“ weniger stark.

3. Schalt deine Uhr ein, aber fang noch nicht mit dem Training an.

Nimm dir zwischen dem Aufwachen und dem Start deiner geplanten Trainingseinheit eine „Aufwärmphase“ Zeit. Schon 5 bis 10 Minuten können deine körperliche Bereitschaft komplett verändern.

Ernährung während des Laufens: Halte deine Energie am Laufen

Wenn dein morgendliches Training länger als 60 bis 90 Minuten dauert, ist die Energiezufuhr während des Trainings genauso wichtig wie davor, vor allem weil dein Körper über Nacht nichts gegessen hat.

Um deine Energie hoch und deinen Blutzucker stabil zu halten, solltest du Folgendes anstreben:

  • 45–60 g Kohlenhydrate pro Stunde (bei Trainingseinheiten mit mittlerer Intensität)
  • 60–90 g Kohlenhydrate pro Stunde (bei höherer Intensität oder längeren Läufen)

Die besten Optionen:

  • SiS GO Isotonisches Gel (22 g Kohlenhydrate; kein Wasser nötig)
  • SiS BETA Fuel (40–50 g Kohlenhydrate für Trainingseinheiten mit hohem Kohlenhydratbedarf)
  • SiS GO Energy Drink (kombiniert Kohlenhydrate + Elektrolyte)

Sportler sagen oft, dass es hilft, wenn man schon früh am Morgen Kohlenhydrate zu sich nimmt:

  • Verhindere den frühen „Energiedurchhang“
  • Verbessere die Schrittfrequenzstabilität
  • Reduzier die geistige Anstrengung
  • Unterstütze das Darmtraining für die Rennsaison

Auch wenn du keinen Hunger hast, werden es dir deine Muskeln danken.

Die Psychologie des Trainings am frühen Morgen: Wie man es mental leichter macht

Du kannst deine Körperfunktionen perfekt optimieren und trotzdem keine Lust haben, im Dunkeln zu laufen. Motivation ist eine Wissenschaft für sich. Hier sind ein paar Tipps, wie du es mental leichter machen kannst:

1. Nutze Hinweise aus der Umgebung

  • Leg deine Laufsachen schon am Abend vorher bereit.
  • Lade deine Uhr auf und leg sie neben dein Bett.
  • Leg deine Stirnlampe und deine Schuhe neben die Tür.

Umweltpriming macht Disziplin überflüssig.

2. Mach dir eine „Weck-Playlist“.

Musik macht Dopamin und Belohnungsbahnen aktiv, was die Idee, rauszugehen, attraktiver macht. Such dir Songs aus, die warm, fröhlich oder energiegeladen sind.

3. Belohne den Prozess, nicht das Ergebnis

Statt dich auf das Training selbst zu konzentrieren, denk lieber an die Belohnung:

„Der erste Schluck heißer Kaffee, nachdem ich fertig bin.“
„Eine warme Dusche.“
„Das Gefühl, schon vor 7 Uhr morgens was geschafft zu haben.“

Kleine Belohnungen sorgen für große Motivationsschübe.

4. Such dir Leute, die mit dir früh morgens trainieren wollen.

Auch wenn es nur virtuell ist, gibt es einem das Gefühl von Gemeinschaft, wenn man weiß, dass noch jemand anderes dabei ist.

5. Die Erzählung neu gestalten

Das Training am frühen Morgen ist keine Strafe, sondern eine Superkraft. Du trainierst, wenn die meisten Leute noch schlafen. Du entwickelst Disziplin, Beständigkeit und Belastbarkeit, die sich in Rennen auszahlen, wenn die Bedingungen nicht perfekt sind.

Erholung nach dem Laufen: Der Schritt, den Sportler an stressigen Morgen oft überspringen

Frühes Training heißt meistens, dass man morgens in Eile ist. Aber wenn man die Regenerationsnahrung auslässt, ist das einer der schnellsten Wege, um Müdigkeit anzusammeln und später die Leistung zu beeinträchtigen.

Ziel:

  • 20–30 g Protein
  • 1–2 g/kg Kohlenhydrate
  • Elektrolyte

Tolle Optionen nach dem Laufen:

  • Eier + Toast
  • Griechischer Joghurt + Obst + Müsli
  • Smoothie mit Banane + Protein + Haferflocken
  • Haferflocken mit Molke und Beeren

Das REGO Clear Recovery Powder Science in Sportist ein guter Begleiter an hektischen Morgen. Es hat 21 g Kohlenhydrate und 20 g Protein, was dabei hilft, die Glykogenauffüllung anzukurbeln, und ist eine praktische Möglichkeit, um bei Appetitlosigkeit neue Energie zu tanken.

Wenn du das eine Stunde später mit einem leichten Frühstück kombinierst, hast du genug Energie für den Rest des Tages.

Eine nachhaltige morgendliche Trainingsroutine aufbauen

Der Schlüssel ist nicht Perfektion, sondern Vorhersehbarkeit.

Eine einfache Wochenstruktur kann dabei helfen:

  • 2–3 frühe Trainingseinheiten pro Woche, ergänzt durch flexiblere Trainingseinheiten am Mittag oder Abend
  • 1–2 leichtere Morgen, wo es um Bewegung geht (lockerer Lauf, Beweglichkeit, kurzes Radfahren)
  • Vor langen Läufen am Morgen habe ich immer ein kohlenhydratreiches Abendessen geplant.
  • Durch die regelmäßigen SiS-Trinkroutinen wird die Darmverträglichkeit mit der Zeit besser.

Das morgendliche Training wird einfacher, wenn:

  • Dein Tagesrhythmus passt sich an
  • Dein Darm passt sich an
  • Deine Denkweise passt sich an
  • Deine Umgebung unterstützt dich
  • Dein Glykogen und deine Flüssigkeitszufuhr werden bewusst gesteuert.

Dunkle Morgenstunden mögen sich nie ganz natürlich anfühlen , aber sie können machbar, stärkend und sogar angenehm sein.

Beim morgendlichen Training geht's weniger um „Willenskraft“ als um Strategie

Ausdauersportler denken oft, dass Leute, die beim Training früh morgens gut drauf sind, einfach mehr Disziplin haben. Aber eigentlich haben sie einfach ein besseres System.

Wenn du deinen Tagesablauf an deine Körperfunktionen anpasst (Lichteinwirkung, Kohlenhydratverfügbarkeit, Flüssigkeitszufuhr, Temperatur und mentale Signale), ist der Unterschied echt krass. Was früher unmöglich schien, wird zur Normalität.

Und mit cleveren Ernährungsstrategien, vor allem schnell wirksamen Kohlenhydraten wie SiS Isotonic Gels, Elektrolyten aus SiS HYDRO Tablets oder einem Pre-Run-Boost durch ein SiS Go Energy + Caffeine Gel, kannst du deinen Körper genau dann unterstützen, wenn er es am meisten braucht.

Dunkle Morgenstunden werden immer Teil deines Trainingsplans sein, aber mit dem richtigen Ernährungsplan müssen sie dich nicht aufhalten. Sie können zu einem der stärksten Werkzeuge in deinem Trainingsarsenal werden.

Geschrieben von
Lauren Charlton
Lauren Charlton
Gastautor
Lauren Charlton ist eine registrierte Sporternährungsberaterin und Sub-Elite-Langstreckenläuferin, die sich dafür einsetzt, Ausdauersportlern dabei zu helfen, sich besser zu ernähren und zu trainieren. Mehr Infos findest du in ihren detaillierten, praktischen Ernährungsratgebern auf www.payhip.com/laurencharlton.
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